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» Ganz hohes Niveau: Bernd Brugger feiert seinen Abschied mit dem Jahreskonzert (Quelle: Schwabo 12.01.20)
29.01.2020 - 11:11 geschrieben von Svenja Fink










Abschied nach acht Jahren: Mit dem Jahreskonzert 2020 der Stadtkapelle Vöhrenbach verabschiedete sich Bernd Brugger als Dirigent der Stadtkapelle und überreichte den Dirigentenstab an seinen Nachfolger Kuno Mößmer.
Brugger wird allerdings, so der Vorsitzende Ferdinand Möller, der Stadtkapelle als Posaunist im Orchester, Kassierer und Ausbilder erhalten bleiben. Ferdinand Möller konnte auch noch eine ganze Reihe von Ehrengästen erwähnen wie Bürgermeister Robert Strumberger, Pfarrer Martin Schäuble, vom Blasmusikverband den Präsidenten Heinrich Glunz und den Bezirksvertreter Alexander Kemmerle und nicht zuletzt die ehemalige Bundestags­abge- ordnete Christa Lörcher als treue Besucherin der Vöhrenbacher Konzerte.
Zu diesem Abschied hatte Bernd Brugger zusammen mit den Musikern noch einmal die musikalischen Highlights der vergangenen acht Jahre zusammengestellt. Stücke aus Bruggers erstem Konzert mit der Stadtkapelle Vöhrenbach gehörten ebenso dazu wie seine Lieblingstitel oder die Suite für Blasorchester "Fiskinatura", mit der 2017 die Stadtkapelle mit Bernd Brugger die Jury beim großen Wertungsspiel überzeugt hatte. Mit diesem Werk wurde dann auch das Konzert in der ausverkauften Festhalle eröffnet.
An diesem Abend präsentierte sich die Stadtkapelle durchweg in Bestform und zeigte damit nicht zuletzt auch, auf welch hohem Niveau Brugger diese Kapelle acht Jahre lang geführt hatte. Unter dem Titel "Best of Bernd Brugger" erklangen dann an diesem Abend bekannte und beliebte Melodien, die der Dirigent schon bei den verschiedensten Gelegenheiten mit der Stadtkapelle aufgeführt hatte.
Allerdings gab es eine Ausnahme: Neu einstudiert hatten die Musiker die schwungvolle und ausdrucksstarke Filmmusik zu "Gladiator" von Hans Zimmer. Nach diesem Titel zeigte sich das Publikum, wie auch sonst immer wieder an diesem Abend, ausgesprochen begeistert und jubelte Dirigent und Orchester zu.
Sehr facettenreich war eine Reise um die Welt in 80 Tagen, man hörte Big Ben bei der Abreise ebenso wie die Marseillaise in Frankreich oder die Elefanten in Indien. Gefühlvolle Melodien waren bei den Filmmelodien zu "König der Löwen" zu hören, und sehr rasant ging es bei den "Piraten der Karibik" zu, hier waren die Musiker allein schon durch das hohe Tempo gefordert.
Zu hören war auch eine moderne Komposition zum Thema Klimawandel, unter anderem mit dem Klagelied der schmelzenden Gletscher. In die Western-Filme versetzt fühlte man sich mit den Melodien von Ennio Morricone, und schwungvoll ging es dann weiter mit dem beliebten Florentiner Marsch. Den Abschluss des Konzertes bildete mit einigen solistischen Einlagen der Musiker dann ein Medley mit bekannten Bigband-Hits von Glenn Miller.
Zum Ende des Konzerts ergriff noch einmal Ferdinand Möller das Wort und dankte Bernd Brugger ausdrücklich für seine gute Leitung des Orchesters. Als Abschiedsgeschenk überreichte er ihm und seiner Frau im Namen aller Musiker einen Gutschein für das Musical Aladin in Stuttgart einschließlich einer Übernachtung.
Stehende Ovationen
Nach reichlich Applaus und stehenden Ovationen des Publikums am Ende des Konzertes konnte Brugger seinen Dirigentenstab erst nach zwei weiteren Zugaben niederlegen: Hier erklang noch "Music" und dann das schwungvolle und rockige "Funky Afternoon".
Schon bei verschiedenen Stücken des Konzertes waren immer wieder in einzelnen Passagen gekonnte Soli von Musikern der Kapelle zu hören. Und so gab es auch hier noch einmal perfekte Solisten bis zum großen Schlagzeugsolo am Ende von Georg Winker.
Daran anschließend überreichte Bernd Brugger dann vor dem Orchester offiziell den Dirigentenstab an den künftigen Dirigenten Kuno Mößmer. Vorsitzender Ferdinand Möller hatte bereits zu Beginn des Konzertes geäußert, dass die Musiker nun gespannt seien, was mit dem neuen Dirigenten auf sie zukommt. Eine erste Kostprobe gaben Kuno Mößmer und die Stadtkapelle nun mit dem Marsch "Regimentskinder" von Julius Fucik.